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Willkommen bei der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Uettingen
   Zeit des Nationalsozialismus 1934 war Pfarrer Hermann Heller Ortspfarrer in Uettingen. Anfangs war er aufgeschlossen gegenüber dem „politischen Neuanfang” in Deutschland, begleitete aber bald sehr kritisch die nationalsozialistische Politik am Ort. Er bekam Schwierigkeiten, wurde angeklagt, es drohte eine Verhaftung. Alte Uettinger Frauen erinnern sich: Eine Reihe Uettinger Frauen erklärten sich zu Taufpaten für das jüngst geborene Töchterchen des Pfarrers, um ihm und seiner Familie in der Not beizustehen. 1938 musste er durch den Landeskirchenrat in München aus Uettingen versetzt werden.
     Geschichte bis heute
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Bruderkrieg 1866 3.) Im Bruderkrieg Preußen – Österreich trafen am 25./26. Juli 1866 bayrische und preußische Truppen aufeinander und kämpften erbittert um den Ort und den naheliegenden Kirchberg. 380 preußische Soldaten und etwa noch einmal so viele bayrische Soldaten starben. Pfarrer Gampert, Ortspfarrer von Uettingen musste täglich dutzende von Beerdigungen abhalten. Etwa 800 bis 1000 Verwundete wurden gezählt. In der Kirche wurden die „Weiberstühle” herausgerissen: Die Kirche wurde zum Lazarett gemacht. Auch im Ort waren über viele Wochen hinweg verwundete Soldaten untergebracht. Der Ortsfriedhof zeigt heute noch das Gesicht dieses Krieges: Denkmale für die Gefallenen aus Preußen und Bayern. Im Ort herrschte große Armut, war doch die Ernte – auf dem Feld stehend – weitgehend zertrampelt und verbrannt, die wenigen Vorräte vor der Ernte von den Soldaten requiriert. Durch Lebensmittelspenden und Erntegaben für das Vieh aus ganz Deutschland wurde die Not gelindert.