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Geschichte der Kirche
Anfänge sind nicht mehr genau auszumachen, doch einige Eckpunkte sind bekannt: 722 hat ein Kleriker aus Fulda laut einer Urkunde Besitzungen in Uotinga (Ort des Uoto = Uettingen). 750 wird Uettingen zum ersten Mal in einer Traditionsurkunde von Fulda erwähnt als im Waldsassengau gelegen: Ein Kleriker aus Fulda namens Alwalah hat Besitz in Uotinga. 779 zur Zeit des Abtes Sturmius in Fulda gehören zum Kloster die Orte Votingen und Adalhalmstat ( = Helmstadt) 815 wird Uettingen vom Kloster Holzkirchen kirchlich versorgt 1212 wird ein Priester Conrad als Pfarrer in Uettingen genannt (als erster Pfarrer erwähnt) 1494 ist ein Chorherr aus Wertheim zuständig für Uettingen 1530 ist bei der Beerdigung von Graf Michael III. ein Pfarrer Jacob Werner (Werndt) anwesend, der erste evangelische Pfarrer in Uettingen. Diese Kirche ist 1634 in den Wirren des 30-jährigen Krieges abgebrannt – mit ihr das gesamte Dorf. Nach dem Vertag von 1649 durfte sie als evangelische Kirche wieder aufgebaut werden. 1714 brannte das Dorf nieder, auch die Kirche (mit Pfarrhaus). Sie konnte nur notdürftig wieder aufgebaut werden: Der Turm war teilweise aus Holz aufgeführt, auf den stehengebliebenen Außenmauern wurde ein Notdach errichtet. 1754 konnte man an einen Neubau – auf den Grundmauern der alten Kirche – gehen: die dritte Kirche, unsere Kirche. Sie wurde im Barockstil errichtet – mit Ergänzungen in der Rokokozeit. Bauherrn Freiherr Johann Gottfried Ernst Wolffskeel v. Reichenberg 1760 wurde die Orgel durch Georg Martin Gessinger aus Rothenburg eingebaut. Der Einbau des Grafenstuhls wie der Kanzel ist mit Datum nicht erfassbar, stammt aber aus der Zeit des Baus der Kirche. 1783 wurde die Kirche von dem Kunstmaler „Pattert aus Kitzingen” geweißt und die Emporen verziert (Bildertafeln). 1783 wurde der Hochaltar neu errichtet – über dem alten Steinaltar – durch einen Bildhauer aus Erlenbach (namentlich nicht bekannt). Ausgemalt wurde er von dem genannten Kunstmaler Pattert. 1783 wurde der Taufstein von Johann Conrad Fleischmann gestiftet. 1843 wurde der Kornleuchter angeschafft. 1866 wurde das Gestühl in der Kirche „herausgerissen”, die Kirche wurde im 1866er Krieg Lazarett. 1904/06 fand eine große Innenrenovierung statt – der Plan, die Orgel umzusetzen, wurde zurückgestellt. 1906 wurde das Deckengemälde von dem Maler Eulogius Böhler aus Würzburg aufgetragen. 1960 fand eine Innenrenovierung statt. 1984 die letzte Außenrenovierung. 1998 fand eine große Innenrenovierung statt.
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